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2026-06-30: Pubertät: Ständige Konflikte und Diskussionen nutzen statt vermeiden - ONLINE via ZOOM

Pubertät, ständige Konflikte und Diskussionen nutzen statt vermeiden

Meine Arbeit als Familienberaterin zeigt mir immer wieder: Gerade in der Pubertätsphase nehmen Konflikte und heftige Diskussionen in vielen Familien deutlich zu. Was früher vielleicht noch mit einer kurzen Erklärung, einer klaren Ansage oder einem gemeinsamen Kompromiss gelöst werden konnte, entwickelt sich plötzlich zu einer Dauerstresssituation.

Eltern erleben dann häufig, dass sie scheinbar immer wieder über die gleichen Themen sprechen: Schule, Hausaufgaben, Mediennutzung, Mithilfe im Haushalt, Ordnung, Geschwisterstreit oder die Frage, wie viel Verantwortung ein Kind oder Jugendlicher bereits übernehmen kann. Viele Eltern haben dabei das Gefühl, schon hundertmal das Gleiche gesagt zu haben – und trotzdem kommt es beim Kind nicht wirklich an.

Sätze wie „Ich will jetzt aber nicht mehr lernen“, „Ich habe doch schon genug gemacht“, „Warum soll ich immer helfen?“ oder „Alle anderen dürfen viel länger ans Handy“ gehören in vielen Familien zum Alltag. Und auch der Satz „Mach doch endlich mal das Handy aus!“ wird oft nicht nur einmal am Tag gesagt.

An diesem Elternabend wollen wir genau auf diese Konflikte schauen – aber nicht mit dem Ziel, sie um jeden Preis zu vermeiden. Denn Konflikte in der Pubertät sind nicht nur anstrengend. Sie haben auch eine wichtige Funktion.

Im ersten Teil des Abends geht es darum zu verstehen, warum Kinder und Jugendliche in dieser Lebensphase überhaupt so häufig in Diskussionen einsteigen.

Was passiert in der Pubertät?

Warum wird plötzlich so viel hinterfragt?

Warum werden Regeln, Grenzen und Absprachen immer wieder neu verhandelt?

Und welche Bedürfnisse stehen eigentlich hinter diesen Auseinandersetzungen - auf beiden Seiten?

Denn oft geht es bei einem Streit nicht nur um das Handy, die Hausaufgabe oder den Geschirrspüler. Hinter diesen Alltagsthemen liegen häufig tiefere Bedürfnisse: nach Autonomie, Zugehörigkeit, Anerkennung, Orientierung, Mitbestimmung oder Entlastung. Gleichzeitig haben auch Eltern berechtigte Bedürfnisse: nach Verlässlichkeit, Respekt, Sicherheit, Entlastung und einem Familienalltag, der nicht ständig von Diskussionen bestimmt wird.

Wenn wir beginnen, Konflikte nicht nur als Störung zu sehen, sondern als Hinweis auf Bedürfnisse, Entwicklungsschritte und Beziehungsthemen, verändert sich der Blick. Dann können Diskussionen zu einer Chance werden: für mehr Verständnis, klarere Kommunikation und tragfähigere Lösungen im Familienalltag.

Im zweiten Teil des Abends stelle ich konkrete Lösungsmodelle vor, die Eltern im Alltag unterstützen können. Wir schauen auf typische Konfliktsituationen rund um Lernen, Mediennutzung, Verantwortung im Haushalt und Geschwisterstreit. Dabei geht es nicht um perfekte Lösungen, sondern um alltagstaugliche Möglichkeiten, wie Eltern klar bleiben können, ohne ständig in Machtkämpfe zu geraten.

Ein besonderer Blick gilt auch der Frage: Warum streiten Geschwister eigentlich so häufig? Auch hier lohnt es sich, hinter das Verhalten zu schauen und zu verstehen, was Kinder im Streit miteinander lernen – und wann Eltern sinnvoll eingreifen sollten.

Dieser Abend möchte Eltern entlasten, Orientierung geben und Mut machen. Denn Pubertät bedeutet nicht, dass Beziehung verloren geht. Pubertät bedeutet, dass Beziehung sich verändert. Und genau darin liegt eine große Chance.

Ich freue mich sehr, dass dieser Elternabend durch die Kooperation mit dem Familienstützpunkt Fürstenfeldbruck für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten werden kann. Der Abend wird über den Familienstützpunkt finanziert und dadurch Eltern ermöglicht.

Termin: Dienstag, 30. Juni 2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr 
Ort / Format: ONLINE via ZOOM - Bildschirm muss eingeschaltet sein
Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.